Dawanda stellt seine Plattform zum 30.08.2018 ein (Pressemeldung). Viele kleine Labels fragen sich nun, wo sie ihre Artikel zukünftig anbieten.

Hier in diesem Artikel stelle ich Plattform-Alternativen dar – einen Grundlagen-Artikel zum Thema gibts hier, eine Vorstellung von Mietshops hier.

Eine Plattform ist im Prinzip ein riesiger Online-Shop, in dem mehrere Shopbetreiber nebeneinander ihre Waren anbieten. Beispiele für Plattformen sind z.B. Dawanda, Etsy oder Ebay

Welche Plattformen gibt es aktuell, die man statt Dawanda verwenden könnte?
ACHTUNG: Ich führe hier nur die Plattformen auf, auf denen man Downloadartikel wie Stickdateien oder Ebooks „automatisch“ , also mit sofortiger Auslieferung als Download oder per Mail verkaufen kann!

Etsy

Etsy ist seit 2005 auf dem Markt, in den USA beheimatet, hat derzeit rund 1,9 Millionen aktive Verkäufer, 33.4 Millionen Käufer und 50 Millionen Produkte online und ist in 11 Sprachen verfügbar.
(Zum Vergleich: Dawanda hatte 70.000 Verkäufer, 2 Millionen Käufer und 4 Millionen Produkte)

Etsy ist der offizielle Danwanda-Nachfolger, es gibt ein Tool, mit dem Produkte und Bewertungen übernommen werden können. Hier erklärt Dawanda, wie das geht.

Bei Etsy zahlt man fürs Einstellen der Artikel (0,17 €) und bei Verkauf (3,5% Transaktionsgebühr und 4% + 0,30 € Zahlungsbearbeitung). Das eingenommene Geld geht direkt auf das eigene Konto.

Ws spricht dafür? Etsy ist ein großer, stetig wachsender Marktplatz. Artikel und vor allem bewertungen können übernommen werden.

Was spricht dagegen? Etsy ist RIESIG und man viele Mitbewerber in der direkten Nachbarschaft.

Zu den Preisen für Verkäufer. ACHTUNG: Etsy ändert zum 16.07.2018 seine Gebührenstruktur!

Direkter Link zu Etsy

Palundu

Palunda ist eind eutsches Unternehmen und seit dem 01. Januar 2017 am Start. Palundu hat aktuell 800 Verkäufer und 10.000 Produkte online.

Bei Palundu wird man Mitglied. Für einen einmaligen Mitgliesbeitrag (18 oder 24 € im Jahr) kann man so viel verkaufen, wie man mag.

Was spricht dafür? Palundu ist ein deutsches Unternehmen und wird die für deutsche Verkäufer geltenden Regelungen immer schnell umsetzen.

Was spricht dagegen? Noch ist Palundu klein. Ob es genug Wachstum generieren kann, bleibt abzuwarten. Bei den relativ niedrigen Mitgliedsbeiträgen, erscheint es fraglich, ob Palundu schnell genug wachsen und überleben kann.

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Makerist

Makerist mit Sitz in Berlin wurde 2013 gegründet. makerist ist laut eigenen Angaben „europäischer Marktführer für Ebooks und E-Learning-Produkte im boomenden Handarbeitssektor“. Makerist hat aktuell 1 Millionen Mitglieder auf der deutschsprachigen (.de, .ch) und der englischen Plattform makerist.com – wohl überwiegend Käufer.

Um auf Makerist verkaufen zu können, muss man sich bewerben. Mehr dazu hier.

Was spricht dafür? Makerist hat seinen Sitz ind Deutschland, es gibt wenig Mitbewerber, wenn man als Verkäufer angenommen wurde.

Was spricht dagegen? Makerist ist in erster Linie ein Marktplatz für Anleitungen und keine Verkäuferplattform.

Informationen zur Preisgestaltung für Verkäufer konnte ich nicht finden. Weiß es jemand besser?

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Crazypatterns

Crazypatterns ist ein lettisches Unternehmen, das 2013 gegründet wurde.

Bei Crazypatterns ist das Einstellen kostenlos, man zahlt 30% auf den Netto-Verkaufserlös. Die Kundenzahlungen gehen an Crazypatterns (und nicht an den Verkäufer) und können dann an den Händler ausgezahlt werden (sobald ein bestimmter Sockelbetrag erreicht ist).

Was spricht dafür? Einstellen ist kostenlos, man kann sofort loslegen.

Was spricht dagegen? Zahlungen für Verkäufe gehen an Crazypatterns.

Verkäufer-Infos und Preisgestaltung

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Amazon Handmade

Amazon Handmade ist erst relativ kurz am Start. Noch braucht man entweder eine Einladung, um dort verkaufen zu dürfen oder man muss ich bewerben.

Download-Artikel können aktuell nicht verkauft werden!

Wie soll man sich entscheiden?

Im Zweifelsfall ausprobieren! Einige Testartikel auf mehreren Plattformen hochladen und schauen, wie viele Kunden man erreicht, wie viele Verkäufe man erzielt. Was für einen verkäufer mit seien Produkten funktioniert, kann für einen anderen nicht lohnenswert sein.

Bei kleinen und jungen Plattformen besteht die Gefahr, dass diese wie Dawanda irgendwann kurzfristig offline gehen. Bei diesen Unternehmen sollte man vielleicht nicht ohne vorherige Tests gleich mit „voller Kraft“ einsteigen.

Eine Plattform oder ein Mietshop stellt immer ein gewisses Risiok dar – was, wenn der Dienstleister sein Geschäft einstellt? Wenn der Mietshop nächsten Monat nicht mehr zur Verfügung steht, die Plattform nicht mehr den für mich geltenden Regelungen für Online-Verkäufe entspricht?

Für mich persönlich gibt es Dinge, die ich geschäftlich nie tun würde. Eines davon ist, dass Geld, das ich mit meinen Verkäufen erziele, nicht direkt auf meine Konten fließt. Mir persönlich ist es zu risikoreich, wenn jemand Drittes mein Geld einnimmt und mir das dann irgendwann auszahlt. Oder eben auch nicht… Aber das ist Gehschmackssache. Und es macht sicher auch einen Unterschied, ob das jeden Monat ein paar Euro oder das Familieneinkommen ist.

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